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Produkt des Monats

Zimt ist ein Diabeteskiller und ein Fatburner


Zimt ist eines der ältesten Gewürze und wurde vermutlich schon 3000 v. Chr. zur Einbalsamierung verwendet. Er gelangte im 14. Jahrhundert durch niederländische Händler nach Europa.

Wie wertvoll Zimt damals war, beweist die Geschichte, als Anton Fugger im Jahr 1530 die Schuldscheine Karl des V. vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen verbrannte und damit seinen Reichtum demonstrierte.

Es gibt zwei Arten von Zimtbäumen:

Der (echte) Ceylon Zimt-Baum aus Sri Lanka, Burma, Bangladesch sowie Madagaskar ist ein kleiner immergrüner Baum mit schwarz-brauner Borke. Mit viel Arbeitsaufwand wird die dünne Innenschicht zwischen Borke und Mittelrinde der zarten Wurzelschösslinge gelöst. Sobald sie vom Holz entfernt wird, rollt sie sich röhrenartig zusammen. Man schiebt sechs bis zehn der feinsten Innenrinden ineinander und lässt sie trocknen. Je dünner die Rinde, desto feiner das Aroma. Ceylon Zimt ist duftig und süß.

Der Cassia Zimt-Baum dagegen darf auswachsen. Ursprünglich aus China, heute aber auch aus Vietnam, Indonesien und Sumatra. Hier werden die Borke und die Mittelrinde entfernt und die Innenrinde geschält, welche sich von selbst aufrollt und dann getrocknet wird.

Cassia Zimt hat einen kräftig scharfen Charakter.

Für die meisten Menschen ist Zimt jedoch nichts anderes als ein Gewürz in der Weihnachtsbäckerei für Lebkuchen und Zimtsterne oder ein Gewürz für Cappuccino und Milchreis. Und jedes Jahr, pünktlich in der Vorweihnachtszeit, vermiesen Meldungen uns den Appetit darauf, da Zimt angeblich zu Leber- und Nierenschädigungen führt und Krebserkrankungen auftreten könnten. Das angebliche Gift heisst Cumarin. Diese immer wiederkehrende Diskussion entstand aus einer Studie, in der Menschen mit vorgeschädigten Organen ein Medikament gegen Venenleiden mit dem Wirkstoff Cumarin in isolierter Form verordnet erhielten.

Doch für Cumarin gelten Grenzwerte und diese liegen bei 0,1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Der Cassia Zimt enthält mit 3000 Milligramm Cumarin je Kilogramm Gewürz (das entspricht 0,3 Milligramm pro Gramm Gewürz) jedoch deutlich mehr Cumarin als der (gute) Ceylon Zimt mit nur 8 Milligramm je Kilogramm Gewürz (das entspricht 0,0008 Milligramm pro Gramm Gewürz). Wiegen Sie persönlich zum Beispiel 50 Kilogramm, dann liegt ihr persönlicher unbedenklicher Cumarinwert bei 5 Milligramm pro Tag.

Wir würden jedoch auch von einem übermässigen Verzehr von Zimtsternen und Lebkuchen abraten, nicht aufgrund des Cumaringehaltes, sondern eher wegen der vielen anderen Inhaltstoffe wie Zucker, Weissmehl, Glasuren etc.

Die bekannteste und faszinierendste Eigenschaft des Zimts ist seine Blutzucker-senkende Wirkung. 2003 wurde in einer Studie der Einfluß verschiedener Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass ein Apfelstrudel mit Zimt den Blutzuckerspiegel nicht so dramatisch ansteigen ließ wie andere zuckerhaltige Lebensmittel. Der Grund, warum Zimt den Blutzuckerspiegel senkt, ist, dass er die Magenentleerung hemmen kann und der Organismus deshalb nicht plötzlich mit grossen Mengen Blutzucker überschwemmt wird, sondern die Glucose nach und nach in das Blut gelangen kann.

In Langzeit-Studien mit Typ 2-Diabetes Personen zeigte sich, dass die Blutzucker regulierende Wirkung durch Zimt nicht dosisabhängig ist, sondern bereits bei 1 Gramm pro Tag positiv erfolgte.

Weiterhin senkte sich bei den Testkandidaten der LDL-Blutcholesterinwert bis zu 24 Prozent, der Wert der Triglyceride sogar um bis zu 30 Prozent.

Für die Millionen Menschen, die an Insulinresistenz (Prädiabetes) oder am Metabolischen Syndrom leiden, sind diese Studienergebnisse wunderbar.

Zum Metabolischen Syndrom gehört ein eindeutiges Übergewicht. Da die Zellen nur sehr schwach reagieren, bleibt der Blutzuckerspiegel erhöht. Die Bauchspeicheldrüse produziert mehr Insulin in der Hoffnung, der Blutzuckerspiegel werde wieder sinken. Folglich ist bei der Insulinresistenz auch der Insulinspiegel erhöht.

Die Fettzellen im Bauchbereich reagieren aber besonders empfindlich auf einen hohen Insulinspiegel. Und da ein hoher Insulinspiegel den Fettzellen signalisiet, dass viel Zucker und damit viel Energie im Umlauf ist, wird kein Fett abgebaut. Eine Gewichtsabnahme ist somit fast unmöglich.

Zimt reduziert aber den Blutzuckerspiegel, folglich auch den Insulinspiegel und der Körperfettanteil sinkt. Zimt ist ausserdem ein wärmendes Gewürz, dass im Körper durch Wärmeproduktion (Thermogenese) verstärkt Kalorien und Energie verbraucht.

Der amerikanische Student Phillip Zoladz stellte in seiner Diplomarbeit und darauf folgender Studie dar, dass der wunderbare Duft von Zimt dem Gehirn auf die Sprünge hilft. Urteilsvermögen, Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit nahmen deutlich zu, Angstzustände nahmen ab. Die wirksamen Inhaltstoffe liegen in der Zimtrinde. Sie enthält bis zu vier Prozent ätherisches Öl, welches bis zu 65 Prozent aus Zimtaldehyd besteht.

Zimt hat weiterhin eine antimikrobielle Wirkung und lässt sich bei bakteriellen Infekten im Verdauungssystem oder als Fusspuder bei Pilzinfektionen einsetzen. TIPP: Zimt nimmt - in Schuhe gestreut - jeden Fussgeruch mit sich fort.

Man kann Zimt in Tee, Kakao oder pflanzliche Milch geben. Auch zu Apfelkompott, in Müslis oder über Fruchtsalate passt Zimt sehr gut.

Der tägliche Verzehr einer ausreichender Menge Zimt ist nicht immer einfach. Als Alternative zur dauerhaften Einnahme bietet sich auch die tägliche Einnahme von Zimt in Kapseln an.

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